Jameson

   
John Jameson & Son Dublin

Wie es der Name des Gründers Scot John Jameson verrät, hat diese irische Whiskey Brennerei schottischen Wurzeln. Gegründet wurde Jameson 1780.

Die Anfänge von Jameson & Son gehen sogar noch weiter bis in Jahr 1770 zurück. Ursprünglich kam Scot John Jameson aus Schottland und als er später nach Irland übersiedelte hatte er bereits Kontakte zu schottischen Whiskey Brennereien. Später heiratet Jameson in die bekannte Whiskey Hersteller Familie Haig ein. Jameson hatte einen Sohn, welcher später in die Familie John Stein einheiratet. Ein einflussreicher Whiskeyhersteller und einer der größten Grain Destillerie in Schottland. Ebenso war Familie Stein im Besitz der Dublins Bow Street Destillery, welche später von Jameson Senior übernommen wurde. Durch seinen hohen Anspruch wurde schon in seiner Zeit und bis heute ein eindrucksvolles Whiskeygeschäft aufgebaut. Von Beginn an wurde Jameson Whiskey über Händler Agenturen und Einzelhandel vertrieben. Später im Zusammenschluß mit Powers Destillery bekam Jameson Whiskey einen noch größeren Namen. Jameson Whiskey ist heute für seinen außergewöhnlich milden Whiskey bekannt. Das Alter des Whiskeys spielt dabei eine sehr große Rolle. Oftmals wird 20 Jahre alter Whiskey als Basis verwendet und diese haben den typischen Pot Still Charakter. Einer der jüngeren Single Malt Whiskeys aus diesem Haus ist der 12 jährige Red Breast. Vertrieben wird dieser Whiskey und Crested Ten durch den Handelspartner Gilbey´s . Auch Crested Ten wird heute in der Irish Destillers abgefüllt. Irish Destillers besitzt zwei Brennereien. Eine in Nordirland County Antrom, die Bushmills Destillery und eine in der Republik Irland Midleton Destillery County Cork.

Bushmill

Bushmills liegt nur wenige Kilometer entfernt vom wohl berühmtesten Naturschauspiel Irlands, dem Giant’s Causeway – einem von der Natur geformten Basaltmassiv.

Die Entstehung dieses atemberaubenden Naturwunders läßt sich natürlich rein wissenschaftlich erklären: Nach einem unterirdischen Vulkanausbruch wurde flüssige Lava durch die Erdkruste gedrückt. Beim Abkühlen an der Oberfläche zersprang sie in rund 37.000 vorwiegend sechseckige Basaltsäulen.

Um wieviel schöner ist jedoch folgende Überlieferung: im 3. Jahrhundert nach Christus verliebte sich der Riese Finn McCool in eine Riesin auf der gegenüberliegenden Hebriden-Insel Staffa. Jeden Tag schaute er sehnsüchtig zu ihr hinüber, doch konnte selbst er den Meereskanal nicht überspringen. Aber er war erfinderisch: Er schuf einen Felsenpfad und holte das geliebte Wesen zu sich herüber. Dummerweise hatte noch ein anderer ein Auge auf die hübsche Riesin geworfen: ihr schottischer Nachbar auf Staffa, der Riese Benandonner. Der Pfad erwies sich auch für ihn als äußerst praktisch, konnte er auf ihm doch schnell die Entfernung zur irischen Küste überbrücken. Fast wäre es für Finn zu spät gewesen und er wäre hinterrücks von dem Schotten besiegt worden.

Doch er verkleidete sich als Säugling und legte sich in die Wiege seines Kindes. Seine Frau erklärte Benandonner daraufhin, daß das „Kindchen“ in der Wiege der Sohn von ihr und Finn sei. Er solle sich bei der Größe des Kindes erst einmal die des Vaters vorstellen. Benandonner flüchtete entsetzt, zerschmetterte aber aus Wut den Damm. Die Steine liegen heute an beiden Küsten, denn Finn machte sich nicht die Mühe, ihn nochmals zu errichten.

Geschichtliches:

Die Bushmills- Destillery ist eine Verkörperung aus Alt und Neu. Äußerlich hat sich die Brennerei kaum verändert. Nach wie vor bietet sich dem Betrachter ein Bild verwitterter Steine und Ziegel mit großen grellrot bemalten Holzflächen und gekalkten Mauern.

Über Jahrzehnte hinweg unverändert wird das

Gelände von zwei Zwillings-Pagodentürmen

überragt, die der Umgebung von Old Bushmills

mehr als nur einen Hauch des geheimnisvollen Orients verleihen.

Hinter den alten Mauern verschmelzen moderne Technologie und Maschinen mit der seit Jahrhunderten bestehenden Handwerkskunst, die Besucher bei den mehrmals täglich stattfindenden Führungen hautnah erleben können.

Kennzeichnend für die „Old Bushmills“ Distillery ist, daß sie zu den wenigen gehört, wo die Destillation, das Vermählen und das Abfüllen noch unter einem Dach erfolgen. Denn nur ein Whiskey, dessen Herstellung komplett an einem Ort stattfindet, darf das Prädikat „Single“ tragen.

Das Geheimnis der Destillation gelangte im 6. Jahrhundert durch missionierende Mönche, die einen Apparat auf die Insel brachten, nach Irland. Es handelte sich hierbei um den Destillierkolben, mit dem sie ursprünglich Parfüm produzierten. Das Destillat, das in diesem Kolben hergestellt wurde, nannten die Mönche Lebenswasser – Uisce Beatha (sprich: Ischka Baahaa). Im Laufe der Jahrhunderte entstand daraus das heute übliche „Whiskey“.

Die weltweit erste Lizenz zum Destillieren von Whiskey erhielt 1608 die Old Bushmills Brennerei, deren Tradition des Destillierens bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht. „Uisce Beatha“ und „Aqua Vitae“, das Wasser des Lebens, werden in verschiedenen Quellen bereits im 13. Jahrhundert genannt. Darin wird behauptet, daß 1276 Sir Robert Savage, Landbesitzer der Gegend von Bushmills, seinen Truppen vor der Schlacht eine entsprechende Stärkung verabreichte. Und

im „Book of Leinster“ wird von einem Festgelage bei Bushmills erzählt.

Einige der Gäste sollen dem einheimischen Destillat so ausgiebig zugesprochen haben, daß sie, nachdem sie sich nach Mitternacht in Richtung Louth an der Ostküste auf den Weg gemacht haben, schließlich in Kerry im Südwesten Irland landeten!

Nur wenige Jahre nach 1608 zollte bereits die Londoner Gesellschaft Beifall der Qualität des Whiskeys aus der Old Bushmills Brennerei. 1784 wurde die Destillerie eine amtlich eingetragene Firma. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich ihr Ruhm bereits so weit verbreitet, dass der größte Teil ihrer Whiskey-Produktion exportiert wurde, hauptsächlich nach Amerika und den Westen Indiens. Der Export wuchs kontinuierlich, bis am 25. November 1885 ein Großfeuer praktisch die ganze Destillerie zerstörte. Doch bereits drei Jahre später zeigt George Bassett in seinem „Book of Antrim“ eine wiederaufgebaute Destillerie.

Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde durch die Familie Boyd geprägt, die mit sehr großen Problemen zu kämpfen hatten.

1919 wurde in den USA die Prohibition eingeführt. Alkoholschmuggler brachten minderwertige Qualität etikettiert als irischen Whiskey auf den Markt und zerstörten damit den guten Ruf irischen Whiskeys. Dies führte dazu, dass leider viele der etwa 100 irischen Brennereien schließen mußten. Und dennoch – dank der Voraussicht von Wilson Boyd, Vorstand von Bushmills, wurden in Erwartung des Endes der Prohibition bei Bushmills große Vorräte eingelagert und er bewahrte somit Bushmills vor diesem Schicksal.

Die Familie brachte das Unternehmen auch gut über die Kriegsjahre des Ersten und Zweiten Weltkriegs, obwohl die Zentrale in der Hill Street bei einem Bombenangriff der Luftwaffe schwer beschädigt wurde. 1947 ging das Unternehmen an Isaac Wolfson.

Im Jahre 1966 schlossen sich drei Destillerien (Jameson, Powers und Cork Distilleries’, zusammen und gründeten die „Irish Distillers Group“, um ihre traditionsreiche Whiskey-Herstellung fortzusetzen. 1972 schloß sich auch die „Old Bushmills Distillery“ Company im County Antrim dieser Gruppe an. 1988 wurde die „Irish Distillers Group“ Teil der „Groupe Pernod Ricard“ mit dem Ziel, die internationale Reputation des irischen Whiskey zu stärken und den Zugang zu den internationalen Märkten zu sichern.

Der einzigartige Charakter der Old Bushmills Distillery besteht auch in ihrer Einbettung in die Natur der Umgebung. Ihre beiden Pagoden prägen das Bild der Gegend und man hört auch heute noch oft die Nachtigal dort singen oder sieht Kühe friedlich zwischen den Lagerhäusern grasen.

Als eine der ganz wenigen Destillerien beherbergt sie die Destillation, das Blenden und die Abfüllung unter einem Dach. Deshalb dürfen die Bushmills Malt Whiskeys auch das Prädikat „Single“ tragen. Heute stellt Old Bushmills Distillery eine gewachsene Synthese aus traditionellem Handwerk, meisterlicher Brennkunst und moderner Produktionstechnik dar.

Während der letzten vier Jahrhunderte wurde die Kunst des Whiskeybrennens bei Bushmills von einer Generation zur nächsten weitergereicht, die alle die gleiche Liebe und Passion für das Herstellen von Whiskey besitzen.

Die Unterschiede zwischen irischen Bushmills Whiskey und schottischem Whiskey

Sieht man einmal von dem zusätzlichen „e“ in der Schreibweise des irischen Whiskey ab, unterscheiden sie sich in zwei wesentlichen Aspekten:

Das Fehlen eines rauchigen Geschmacks in Bushmills (Malt) Whiskey

In Schottland wird die gemälzte Gerste über einem Torffeuer getrocknet. Dieser Vorgang verleiht dem schottischen Whiskey einen rauchigen Geschmack.

In Bushmills hingegen wird die gemälzte Gerste traditionell in geschlossenen Öfen getrocknet, ohne irgendwelchem Rauch ausgesetzt zu werden. Das daraus resultierende Fehlen des rauchigen Geschmacks ermöglicht die Wahrnehmung der subtileren, honigartigen Geschmacksnoten des Malzes.

Bushmills Malt Whiskey wird dreifach gebrannt

In Schottland werden Whiskeys generell nur zweifach gebrannt.

In Bushmills hingegen wird der Whiskey ein drittes Mal destilliert. Bei jedem Brenndurchgang wird eine größere Reinheit und somit auch eine deutliche Milde erzielt.



Single Malt oder Blended Whiskey

Um vielfältigere Geschmacksrichtungen anbieten zu können, werden seit Jahrzehnten Grain Whiskeys (Getreide-Whiskey) mit Malt Whiskeys zu sog. „Blends“ verschnitten.

„Blended“ ist die Bezeichnung für Whiskeys, die nicht als einzelner Whiskeytyp, sondern als Verschnitt von verschiedenen Typen oder Sorten abgefüllt werden.

Dabei gilt die Faustregel: je höher der Anteil am Malt-Whiskey, desto hochwertiger der „Blended Irish Whiskey“.

„Single Malt“ bezeichnet einen Malt, der aus einer einzigen bestimmten Destillerie stammt.

Ein „Single Malt“ darf nur Whiskeys enthalten, die in einer Brennerei destilliert und in der Regel auch gereift sind. Die Whiskeys dürfen keine fremden Bestandteile aufweisen und werden auch heute noch nach alten, überlieferten Verfahren hergestellt.

Für Kenner und Genießer sind die Malts die absolute Spitze unter den Premium-Whisk(e)ys.

Marktbedeutung

Bushmills hat seine Position innerhalb des Irish Whiskey sowie des Malt Whiskey Segmentes ausbauen können. Bushmills ist der Single Malt aus Irland und darf in keinem guten Whiskey Sortiment fehlen.



Der Herstellungsprozeß

Die Zutaten

Bushmills Malzwhiskey wird aus den feinsten natürlichen Rohstoffen zubereitet:

gemälzter irischer Gerste, Hefe und kristall-klarem Wasser des „Saint Columban’s Rill“, einem Nebenarm des

‘River Bush’, der direkt an der Brennerei entlang fließt.

Das Mälzen

Der lange Herstellungsprozess von Whiskey beginnt mit dem Mälzen, d.h. dem Ankeimen und anschließender Trocknung ausgewählter irischer Gerste in geschlossenen Öfen. Der für Irland

typische Verzicht auf das Trocknen über Torffeuer erklärt, weshalb irische Whiskeys im Vergleich zu Scotch Whiskey keinen rauchigen Geschmack besitzen

Das Maischen
Die gemälzte Gerste wird nun zu grobkörnigem Schrot gemahlen und danach mit heißem Wasser vermischt. Beim Rühren wandeln Enzyme die Gerstenstärke um, und es entsteht eine Zuckerwasserlösung. Diese wird als “Würze” bezeichnet.

Die Gärung

Die flüssige, vom restlichen Mahlgut abgefangene Würze wird nun in den Gärungskessel geleitet, wo Hefe zugesetzt wird. Bei der hieraus einsetzenden Gärung wird der Zucker in der Würze zu einer bierartigen Flüssigkeit mit einem Alkoholgehalt von ca. 8,5% vol. Diese wird nach Abschluß des Gärprozesses in das “Still House” gepumpt.

Dreifaches Brennen
Im “Still House” erfolgt das Brennen in riesigen Kupferkesseln. Während des Destillationsprozesses werden der Alkohol und das Aroma des Malzes vom Wasser getrennt, da der in der Würze vorhandene Alkohol bei einer niedrigeren Temperatur als Wasser verdunstet. Der entstehende Alkoholdampf erkaltet zu alkoholhaltigem Kondenswasser und wird zurück in den Kupferkessel geleitet und erneut gebrannt.


Dieser Vorgang des Destillierens erfolgt drei Mal, wobei der Alkohol bei jedem Brennvorgang reiner und feiner wird. Das Destillat wird in den „spirit Receiver“, einen Auffangbehälter, geleitet und der Alkoholgehalt mittels Wasserzugabe etwas geschwächt.

Das Reifen

Jetzt wird das junge Destillat in Eichenfässer gefüllt, wo es mindestens 10 Jahre lang in dunklen Hallen langsam zu einem Whiskey heranreift . In “Old Bushmills” werden Fässer verwendet, die ehemals Oloroso Sherry, Bourbon Whiskey oder Port enthielten. Dies verleiht dem Holz die ideale Voraussetzung zum Reifen des irischen Malzwhiskeys.

Das Abfüllen

Der Geschmack des reifenden Whiskeys wird regelmäßig durch den Meisterbrenner (Master Distiller) von Old Bushmills bewertet. Erst wenn der Whiskey zu seiner vollen Zufriedenheit gereift ist, werden präzise Mengen Whiskey aus verschiedenen Fässern nach einer geheimen Formel in ein Fass gegeben, in dem sie sich dann in Ruhe “vermählen”. Dadurch entsteht der einzigartige Geschmack und die für jede Sorte charakteristische Aromenvielfalt. Ist die “Vermählung” abgeschlossen, wird der Whiskey unter Zugabe von Wasser auf genau 40% vol. reduziert und in Flaschen abgefüllt.


Wir möchten uns an dieser Stelle bei Jameson für die außerordentlich freundliche und gute Zusammenarbeit, sowie das Bereitstellen und Freigabe von Bild und Textmaterial zwecks Gestaltung unserer Homepage bedanken.